Abschluss und Fazit meiner Kandidatur – Am 30. März 2014 in den Grossen Rat


Meine Motivation zur Kandidatur und Wahl als Grossrat des Kantons Bern beschrieb ich anhand des Zitats von John F. Kennedy und meiner persönlichen Überzeugung:

Warum denn nicht ich!

Daniel Banholzer, BDP Kandidat Grossratswahlen 2014

Die Grossratswahlen vom 30. März 2014 sind Geschichte. Ich schaue zurück auf die Zeit des Wahlkampfes und analysiere mein Resultat.

Persönlich darf ich mich über ein sehr gutes Wahlresultat freuen. Ich habe 2823 Stimmen erreicht. Das ist in der Rangliste aller Kandidaten nach Stimmen im Wahlkreis Oberland der 26. Rang von 179 Kandidierenden. Vor mir in der Rangliste liegen „nur“ bisherige Grossräte (16 Stück) die wieder kandidierten und Kandidatinnen und Kandidaten, welche Parteien mit einem sehr grossen Wähleranteil angehören. Der vor mir platzierte, hat die Wahl mit 17 Stimmen mehr als ich, in den Grossen Rat des Kantons Bern geschafft. Dies ist aufgrund des Proporzwahlsystems so. Im Verwaltungskreis Interlaken-Oberhasli hat nur ein Kandidat, welcher nicht bisheriger Grossrat war, mehr Stimmen als ich erzielt! Dieser gehört, wie schon erwähnt, einer starken Wählerpartei an.

Meine gesteckten Ziele sind voll erfüllt!

Ich wollte:


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Einen guten Wahlkampf betreiben. Dies habe ich geschafft. Mein Auftritt im Internet fand Beachtung. Mein Wahlflyer war anders, abgeleitet aus dem Wahlslogan „erfrischend anders“ der BDP. Meine politische Aussenwerbung auf den APG-Plakatstellen wurde wahrgenommen. Bei der politischen Aussenwerbung „wildes Plakatieren“ habe ich mich an die Regeln gehalten. Ich konnte viele Plakate und Banner an sehr guten Standorten platzieren. Die Inserate in den Medien wurden positiv aufgenommen. Ich konnte an allen parteilichen und überparteilichen Veranstaltungen und Podiumsdiskussionen im Verwaltungskreis Interlaken-Oberhasli, sowie auch an mehreren Wahlveranstaltungen im Verwaltungskreis Frutigen-Niedersimmental und Obersimmental-Saanen teilnehmen. Am Podium zur „Zukunft des Tourismus im Berner Oberland“ durfte ich die Sichtweise als Unternehmer vertreten. In allen Zeitungen konnte ich die Fragen an die Kandidaten, die Kandidatenzahlen der grossen Zeitungen waren auf 20 respektive 37 beschränkt, beantworten und alle wurden unverändert veröffentlicht. Die Medien insbesondere die Printmedien nahmen meine Kandidatur positiv war und berichteten darüber. Auch konnte ich ein Interview für das Radio Berner Oberland geben und dieses wurde gesendet. Auch das Social-Media Facebook nutzte ich für die Bekanntmachung meiner Wahlkampagne. Ich wies auf meine Kandidatur hin, verbreitete Informationen zu Veranstaltungen und meinen Aktivitäten. Im weiteren postete ich Medienberichte, in welchen ich genannt wurde mit dem Ziel, damit noch weitere Wählergruppen zu erreichen und natürlich die Facebook-Freunde auf dem Laufenden zu halten.
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Viele Listenstimmen holen. Dazu habe ich beigetragen. Insbesondere auch mit meiner politischen Werbung habe ich die BDP, sowie die Liste 13 in „neuen“ Gebieten und bei zusätzlichen Personenkreisen bekannt gemacht!
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Auf der Liste 13, BDP, den 4. Platz hinter den bisherigen Grossräten belegen. Dies habe ich erreicht. Somit bin ich auf einem vorderen Ersatzplatz wie ich mir das gewünscht habe. Nicht wie erhofft der Erste, da wir Sitze verloren haben.
Eines habe ich nicht geschafft. Die Wahl - Am 30. März 2014 in den Grossen Rat!

Was hätte anders sein können:


Unsere Liste umfasste 13 Kandidatinnen und Kandidaten. Die angestrebten 16 wurden in der Nominationsphase von der Wahlleitung nicht erreicht. Darauf hin wurden die bisherige Grossrätin und die zwei Grossräte auf der Liste kumuliert. Die Aufzählungsreihenfolge war bei den Bisherigen wie den Neuen, Mann vor Frau alphabetisch. Bei diesen Wahlen sah ich im Kanton Bern keine Liste, auf welcher bei den Neuen die Frauen vor den Männern aufgeführt wurden! Somit resultierte für mich der 11. Listenplatz. Normalerweise, im Vergleich mit den meisten anderen Listen, wäre ich an 4. Stelle gestanden. Das war natürlich ein Nachteil! Was hatte das auf die Anzahl Stimmen für einen Einfluss?

Was wäre gewesen, wenn meine Kandidatur auf der Liste 13 auch kumuliert gewesen wäre? Der vor mir in der Gesamtrangliste platzierte, welcher mit 17 Stimmen mehr als ich aufweise, als Grossrat gewählt wurde, war auf seiner Liste kumuliert und auch die Reihenfolge der Kandidaten war dementsprechend aufgebaut. Wie viele Stimmen hätte ich dadurch mehr erhalten? Gewählt wäre ich trotzdem nicht gewesen, aber was hätte sein können, darauf weise ich nachfolgend hin.

Was habe ich während der Kandidatur erlebt und was kann ich auf meinen weiteren Lebensweg mitnehmen:


Ein sehr grosses zeitliches Engagement und auch finanziell ist es für mich und meine Familie nicht bedeutungslos.

Eine sehr schöne, spannende und intensive Zeit.

Viele Termine mit interessanten Themen und Begegnungen.

Neues und noch unbekanntes zu machen. Ich denke da an Fotoshooting’s, Gestaltung von politischem Werbematerial, Nominationsversammlungen, Strassenaktionen (Wahlkampf auf der Strasse), Podiumsdiskussionen, die Teilnahme an politischen Auswertungen wie zum Beispiel Smartvote und und und …

Ich habe neue Leute kennen gelernt und etliche neue Kontakte knüpfen können.

Unerwartet viele positive Rückmeldungen zur Kandidatur und zu meinem Auftritt erhalten. Dies hat motiviert und ist auch für die Zukunft motivierend.

Viele zusätzliche Lebenserfahrungen gesammelt.

Eine sehr grosse Belastung, ab dem Zeitpunkt, als die Wahlunterlagen bei den Wählerinnen und Wählern eingingen, ertragen. Am Schluss war meine Anspannung Riesengross.

Ich durchlief emotional in den letzten 10 Tage vor dem Schliessen der Urnen Wechselbäder der Gefühle. War mein Wahlkampf gut, habe ich es richtig gemacht, hätte ich mehr oder etwas anders machen sollen? Die Fragen und Antworten fuhren Achterbahn!

Ich fieberte in den letzten Stunden meinem Wahlresultat entgegen und hatte dann einfach riesige Freude daran!

Ich habe auch gelernt, was Wahlkampf heisst. Von Aussen betrachtet scheint alles friedlich. So ist es auch, es gibt keine Raufereien oder gar Schlägereien und nur in ganz seltenen Fällen hitzige Wortgefechte. Eigentlich ist es ein Parteikampf, die Mannschaftsleistung zählt und doch schlussendlich kämpft jeder für sich allein. Das ist Wahlkampf!

Was war sonst noch:


Leider hat die BDP im Wahlkreis Oberland zwei Sitze verloren. Das schmerzt mich! Die Nichtwiederwahl eines Parteikollegen mit 6'024 Stimmen tut mir weh. Leider hat die BDP auch kantonsweit verloren ...

Der Verlust eines Grossratssitzes im Verwaltungskreis Interlaken-Oberhasli ist extrem schade. Im Wahlkreis Oberland stimmen die Verhältnisse dadurch ganz und gar nicht mehr.

Parteiresultat sowie Abgrenzung meiner Kandidatur und politischen Haltung:


Das Parteiresultat werte ich nicht öffentlich aus. Die Medien und die Parteileitung machen dies bereits öffentlich.

Von den ersten Erkenntnissen der Parteileitung und der Politologen, am Scheitern der BDP bei den Grossratswahlen 2014 im Kanton, mit dem Verlust von 11 der 25 Sitze, grenzt sich meine Kandidatur, die politische Haltung und die Herkunft klar ab.

Bis Mitte 2013 war ich parteilos. Knapp ein Jahr vor den Wahlen 2014 zu den Regierungs- und Grossratswahlen, trat ich auf Anfragen von Mitgliedern der Bürgerlich-Demokratischen Partei (BDP) bei. Das Studium des Parteiprogramms, der Vergleich mit meiner politischen Grundhaltung und die Analyse meines Abstimmungsverhalten der letzten Jahre haben mich dazu bewogen.

Also ich bin kein Irgendwo abgesprungener, ausgeschlossener oder einer der eine neue Orientierung sucht. Sondern ich bin ein „echter“ BDP-ler, modern und progressiv!

Fazit:


Meine erste Kandidatur als Grossrat des Kantons Bern hat sich gelohnt!

Vielleicht hätte die BDP Liste Nr. 13 mit mir an vierter Listenstelle und der Kumulation meiner Kandidatur, mindestens den Verlust eines BDP-Sitzes des Oberlandes im Grossen Rat verhindert und so wäre auch der Verlust des Grossratssitzes des Verwaltungskreises Interlaken-Oberhasli abgewendet worden.

Beim Entscheid zur Kandidatur und im Vorfeld der Wahlen habe ich mir die Frage gestellt, kann ich das?

Diese Frage beantworte ich gerne mit dem Zitat:

Wenn ich mir einrede,
ich kann etwas nicht,
dann bin ich dazu unfähig.
Wenn ich aber fest daran glaube,
ich würde es können,
dann erlange ich dazu die Fähigkeit.

Mahatma Gandi

Ich habe fest an mich und meine Kandidatur geglaubt. Ich kannte meine Fähigkeiten schon davor und darf jetzt feststellen: ich könnte es!

Dank:


Ich möchte allen Danken, die für die BDP gestimmt und mir ihre Stimme gegeben haben? Mein Resultat ist beachtlich! Dafür ein MERCI!!!

Ich danke allen, die mich unterstützt, an mich geglaubt und mich im Wahlkampf begleitet haben!

Und einen ganz besonderen Dank richte ich an meine Frau Corinne und unsere Tochter Lena. Sie haben mich im Wahlkampf unterstützt, begleitet und getragen! Das war toll von Euch, Euch zweien gehört meine ganze Liebe und Anerkennung!
«Wann, wenn nicht jetzt?
Wo, wenn nicht hier?
Wer, wenn nicht wir?»

Zitat von John F. Kennedy